Sprichwort Aus den Augen, aus dem Sinn – Bedeutung, Herkunft und Verwendung
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Bedeutung: Aus den Augen, aus dem Sinn
Das Sprichwort „Aus den Augen, aus dem Sinn“ bedeutet, dass Dinge oder Personen, die nicht mehr präsent sind, schnell in Vergessenheit geraten. Es beschreibt die menschliche Tendenz, sich weniger an etwas zu erinnern, wenn es nicht mehr sichtbar oder greifbar ist.
Herkunft und Ursprung
Der Ursprung des Sprichworts lässt sich bis in die Antike zurückverfolgen. Bereits in der lateinischen Sprache existierte eine ähnliche Formulierung: „Procul ex oculis, procul ex mente“. Diese Redewendung wurde im Mittelalter ins Deutsche übertragen. Die frühesten bekannten Belege stammen aus dem 16. Jahrhundert. In dieser Zeit wurde das Sprichwort in verschiedenen literarischen Werken verwendet. Die ursprüngliche Wortform hat sich im Laufe der Jahrhunderte kaum verändert.
Historischer Kontext
Im historischen Kontext wurde das Sprichwort häufig in literarischen und philosophischen Texten verwendet. Es diente dazu, die Vergänglichkeit menschlicher Erinnerungen zu thematisieren. In der Gesellschaft des Mittelalters und der frühen Neuzeit war es ein gängiges Motiv. Die Zielgruppe waren oft gebildete Kreise, die sich mit der menschlichen Psyche auseinandersetzten. Das Sprichwort fand auch in der mündlichen Überlieferung Verbreitung.
Entwicklung der Bedeutung
Im Laufe der Zeit hat sich die Bedeutung des Sprichworts kaum verändert. Es wird nach wie vor verwendet, um die Vergesslichkeit des Menschen zu beschreiben. Allerdings hat sich der Kontext der Nutzung erweitert. Heute wird es in vielen Alltagssituationen gebraucht. Die ursprüngliche Bedeutung bleibt jedoch erhalten.
Heutige Verwendung
In der heutigen Zeit wird das Sprichwort häufig im Alltag verwendet. Es findet Anwendung in Gesprächen über zwischenmenschliche Beziehungen. Das Stilniveau ist meist neutral bis umgangssprachlich. Ein Beispielsatz könnte lauten: „Seit er umgezogen ist, habe ich kaum noch an ihn gedacht – aus den Augen, aus dem Sinn.“ Es wird oft genutzt, um die Flüchtigkeit von Erinnerungen zu verdeutlichen.
Verwandte Sprichwörter
Ähnliche deutsche Sprichwörter sind „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß“ und „Aus den Augen, aus dem Sinn“. Ein weiteres verwandtes Sprichwort ist „Aus den Augen, aus dem Sinn“. Diese Redewendungen thematisieren ebenfalls das Vergessen oder die Unkenntnis von Dingen, die nicht präsent sind.